Liebesgedichte für deinen allerliebsten Schatz

  • Liebesgedichte - Schmerz der Zerrissenheit von Uwe Schmidt
    Liebesgedichte & Werke von Uwe Schmidt 1953 - heute

    Liebesgedichte – Schmerz der Zerrissenheit von Uwe Schmidt

    Liebesgedichte – Schmerz der Zerrissenheit von Uwe Schmidt Der Fragen hast du viel in deinem Schmerz gestellt, und einfacher ist’s gar, wenn sich der Schmerz zu Schmerz gesellt. Ich kann mit dir empfinden, ich kenne die sefbe Pein, zusammen wär’n wir stärker, mehr Kraft, mehr Mut, nicht so allein, Du magst doch auch Gedichte, Romantik und Beisammensein, spürst gerne Körpernähe, und Kerzenlicht und Kuss und Wein. Wir lieben der Körper brennen Und Hände, die ganz zart, und heisse Küsse, zarte Bisse, und Spass mit voller Fahrt. Du liebst das Diskutieren liebst Bilder, schöne Kunst, auch hast du Lebensträume, stehst hoch in meiner Gunst Ich weiss nicht wie es weitergeht, ich weiss nur ich bin dein, und was auch noch geschehen wird, auch du wirst mein Weib sein. Ich liebe dich, das weisst du, ich wart‘ voll (Un-) Geduld, doch wenn du wirklich liebst, dann zeig und sag mir deine Huld. Dann bitt‘ ich dich komm‘ schreib‘ mir, ein paar Zeilen gleich, damit ich dich erfahre, zu zweit, da sind wir beide reich. Lüneburg, 23.10.2000

  • Liebesgedichte - Monitor oder Sommerabend von Uwe Schmidt
    Liebesgedichte & Werke von Uwe Schmidt 1953 - heute

    Liebesgedichte – Monitor oder Sommerabend von Uwe Schmidt

    Liebesgedichte – Monitor oder Sommerabend von Uwe Schmidt Sommerabend, lau, zu schön, um in das tote Auge, meiner fünfzehn Zoll zu starren. Ich gehe hinaus in die warme Luft, ein wenig gehen, ein wenig schauen, und hier und da verharren. Man nickt, man grüsst, ich gehe auf sie zu, das Wort freundlich an sie zu richten, und dahinter ist es starr, wie Seifenblasen strömen, viele Worte aus ihrem Mund. Nichts haben sie gesagt, und doch schwoll das Plappern so laut wie ein Orkan, ohne Inhalt, ohne Witz, diese Wand aus lautem Schweigen, sie widert mich so an. Nehmen sie mich wahr? Ich glaube, ich könnte auch ein ganz anderer sein, es wären die gleichen Worte, von der Höhe der wand des Schweigens, prasseln sie auf mich ein. Ich sage etwas allzu Böses, die laute Schweigewand wird stumm, wird gar betreten still, jetzt sehen sie MICH wirklich, sind entsetzt, enttäuscht, blasiert und fragen endlich was ich will. Ich bleibe jedoch stumm, und fresse mit meiner Stille, ein Loch in die Mauer des lauten Schweigens. Dann bricht es heraus, ich rezitiere ihnen ein Gedicht zum Denken, zum durchbrechen des dumpfen Reigens. Wie ein schwarzes Loch, ist das Gedicht der Ort des Schreiens, in der Mauer, von lautem Schweigen so voll. Ich kehre heim, allein, und bin glücklich und unterhalt‘ mich, mit meinen fünfzehn Zoll. Hamburg, 12.05.2004

  • Liebesgedichte - Neue Armut oder Tagträume von Uwe Schmidt
    Liebesgedichte & Werke von Uwe Schmidt 1953 - heute

    Liebesgedichte – Neue Armut oder Tagträume von Uwe Schmidt

    Liebesgedichte – Neue Armut oder Tagträume von Uwe Schmidt Der Strand liegt gleissend vor der blauen See, und kleine Schaumkronen tanzen darauf vergnüglich hin und her. Braungebrannte Schönheiten flanieren auf der Promenade und ich wende mich um, weil mein Magen sich nach kulinarischer Erfüllung sehnt. Was ist schon Erotik, wenn man seine Zunge mit allerlei Leckerbissen edler Küche verwöhnen kann. Zuerst perfekt gebratene Perigord-Gänseleber auf fri-schem Steinpilz mit einem Kranz Mini-Salaten die nach Olive und Balsamico duften. Mir läuft schon das Wasser im Munde zusammen. Danach Steinbutt und Langostinos unter einem knusprigen Reisblatt mit Schnittlauchsauce. Es folgen, auf Salat zu einem Stern angerichtet, gebak-kene Stubenküken und gebackenes Kalbsbries mit duf-tenden weissen Afba-Trüffeln, danach, um dem Magen etwas Entspannung zu gönnen, eine leichte Tomaten-Consomme’mit Schlagsahne und einem Hauch frisch geriebenen, grünem japanischen Meerettich, dessen Schärfe so hart zugreift aber auch so schnell wieder ver-fliegt. Nach den nun folgenden Rehmedaiilons mit karameli-sierten Maronen werden blutrote Taubenbrüstchen an Sauerkirsch-Minzrahmsauce gereicht und ein kleines Austernpilz Risotto. Zum Abrunden flambiertes Eis mit heissen Butterhimbee-ren und zum Mokka reiche man bitte eine Etagere mit Petit Feurs. Die Auswahl der passenden Weine und Spi-rituosen überlasse ich gerne dem Somelier, der für seine exquisite Auswahl bekannt ist. Wenn ich mich danach gemütlich zurücklehne, möchte ich eine gute Virginia schwarz in einen exquisiten Malt-Whisky baden und mich genüsslich dem blauen Dunst ergeben. „Was darf’s sein?“ „Bitte ?“ Ein freundlich lächelnder dicker Mann strahlt mich vom Tresen der Fritten-Bude herab an und reisst mich aus meinen Gedanken. „Was möchten Sie essen ?“ „Pommes rot-weiss, halber Hahn, Dose Bier“, antworte ich, und mein Portemonnaie brummt zustimmend wäh-rend Zunge und Magen mit Freitod drohen. Oder sollte ich doch lieber eine Currywurst nehmen? Hamburg, 12.07.2007

  • Liebesgedichte - Ode an eine Herbstnacht von Uwe Schmidt
    Liebesgedichte & Werke von Uwe Schmidt 1953 - heute

    Liebesgedichte – Ode an eine Herbstnacht von Uwe Schmidt

    Liebesgedichte – Ode an eine Herbstnacht von Uwe Schmidt Wenn der Tag weicht, so geschäftig er ist, und doch schwer, so lustlos und beleibt, und mit der Sonne quälender Strahlen, den Schweiss den Rücken hinuntertreibt. Wenn dieser Tag dann endlich geht, dann kommt, wie schon Novalis erkannte, die göttliche Nacht, die uns jung macht und frisch, die mit leichtem Treiben die Sonne verbannte. Die Kühle lässt mir die Haut erwärmen, und Pilz und Kork treibt die Fantasie, manch Edelmann wird von der Bettlerin schwärmen, von dem faltigen Teint mit dem roten Tütü. Die Göttin der Nacht, Afkaloide, streicht leicht mit ihrem schwarzen Schleier Spiritus über die rot glühenden Nasen und Wangen, und die meisten träumenden Wandler heut Nacht, haben sich in dem Schleier verfangen. Sie, die verzaubernde, forschende, schmeichelnde, ist kichernd zu den Liebenden gegangen, sie haucht ihren Atem über sie, wenn im Rausch sie die Wollust erlangen. Es zuckt auf dem Lager, es dampft und stöhnt, Stakatto, Lust und glückselige Pein, wer so in die Höhen der Liebe sich ringt, den lässt Alkaloide nicht lange allein. Die schwarze Göttin kennt nur zwei Gestalten, denen sie zur Dämmerung ihren Nektar kann unterbreiten. Die erste ist der Narr, die Närrin, Alkaloide kann sie nicht lange halten, die, die nur gelegentlich mit Vorwitz, ihre Zeiten überschreiten. Sie naschen nur vom Rand und nehmen alsbald hier, bald dort, ein wenig von den Lastern fort, um dann erschrocken von der eigenen Courage, im schnellen Lauf ihr Lager aufsuchen, aus Angst vor der Blamage. Die andere Gestalt ist die der Nacht, die Abends erst erwacht, sie nascht nicht, sie taucht ein, sie nippt nicht an des Glases Rand, sie trinkt den schweren Wein. Wer die Weisheit erlangen will, muss bis zum Grunde der Narrheit schöpfen, die anderen wird man schon vorher köpfen. Ob’s nun die…

  • Liebesgedichte - Ostern (Voran) von Uwe Schmidt
    Liebesgedichte & Werke von Uwe Schmidt 1953 - heute

    Liebesgedichte – Ostern (Voran) von Uwe Schmidt

    Liebesgedichte – Ostern (Voran) von Uwe Schmidt Frühling jauchzt, durch bleiern schwere Wolken, treibt die Trübheit düstren Himmefs jäh vorbei. Noch neulich wagte ich auf Frühling nicht zu hoffen, doch ich hab Dich, da ist mir Regen einerlei. Dem jungen Schäfchen gleich, das Ostern ist geboren, ist meine Neugier auf das Leben frisch erwacht, davor noch fühlte ich mich arg verloren, jetzt hast Du Liebe, Hoffnung in mein Herz gebracht. Sehnsüchtig warte ich auf deine Zeilen, bin aufgeregt, und voll von gutem Mut, und lese Deine Zeilen, fühl Dich in den Gedanken zu mir eilen, und spüre, Du tust mir so gut! So werfe ich mein Denken aufs Papier für Dich, es ist jetzt alles, was ich Dir kann geben, doch geb‘ ich’s gern, mit Freuden und mit Liebe, und freue mich nun wieder auf das Leben. Du stehst im Geiste vor mir stets, und die Gedanken, ganz Dir gewidmet wie mein ganzes Herz, versuchen den Kontakt zu finden und zu tasten, um zu brücken, lange Zeit mit Schmerz. So weisst Du jetzt, dass zärtlich ich Dich liebe, das wir am Abend gleiche Sterne seh’n, dass ich erahne, fühle, spüre trotz der Ferne, wenn wir so Schrift für Schrift zusammen geh’n. Die Zeit ist lang, da wir auf Freiheit harren, und meine Sehnsucht leg ich in die Zeilen hier, ein frohes warten aber kann mich gar nicht schrecken, danach, in naher Zukunft, gibfs ein WIR. So lass uns reden, planen, Träume schmieden, auf das wir vorbereitet für „gemeinsam leben“, uns kennen lernen, lachen und auch streiten, die Seele uns ertasten, uns Vertrauen geben. Wir Menschen sehnen uns nach der Gerechtigkeit, und was das ist, das fühlen wir genau, doch handeln müssen wir nach den Gesetzen, den Zwiespalt lebt ein jeder schlecht, und sei er noch so schlau. Drum lass uns…