Liebesgedichte – Vollmondnacht

Ich sitze neben dir am klaren Fluss,
Du sagst wie sehr der Mond doch glüht,
So rot, so voll wie Mohn, wenn er blüht
Doch mit einem mal ist Schluss.
Ein lautes knacken dann ein knistern,
Ich drehe mich, dort ist die schwärze
Wer erlaubt sich solche Scherze
Ich höre dich ganz leise flüstern
“ich will weg, die Nacht wird dunkel
Ich nehme dich bei der Hand
Eine Wolke schiebt sich zum Meeresrand
Auf dem Fluss das letzte funkel
es wird düster hier im Wald
Ich halt dich fest und warm
Halte dich in meinem arm
Es wird bitter Kalt
Doch in deinen Augen ist er immer
Seit der Nacht bis heute
Fragen sich die Leute
Was ist das denn für ein Schimmer

© Tristan Leo