Liebesgedichte – Eingelegte Ruder von Conrad Ferdinand Meyer

Liebesgedichte – Eingelegte Ruder von Conrad Ferdinand Meyer

Meine eingelegten Ruder triefen,
Tropfen fallen langsam in die Tiefen.

Nichts das mich verdross! Nichts das mich freute!
Niederrinnt ein schmerzenloses Heute!

Unter mir – ach, aus dem Licht verschwunden-
Träumen schon die schönern meiner Stunden.

Aus der blauen Tiefe ruft das Gestern:
Sind im Licht noch manche meiner Schwestern?