Liebesgedichte – Die Sterne von Johann Georg Fellinger

Liebesgedichte – Die Sterne von Johann Georg Fellinger

Was funkelt ihr so mild mich an, Ihr Sterne, hold und hehr. Was treibet euch auf dunkler Bahn Im äther-blauen Meer, Wie Gottes Augen schaut ihr dort, Aus Ost und West, aus Süd und Nord So freundlich auf mich her.

Und überall umblinkt ihr mich, Mit sanftem Dämmerlicht. Die Sonne hebt in’ Morgen sich, Doch ihr verlaßt mich nicht. Wenn kaum der Abend wieder graut, So blickt ihr mir so fromm und traut, Sehen wieder ins Gesicht.

O lächelt nur, o winket nur, Mich still zu euch hinan. Mich führet Mutter Allnatur Nach ihrem großen Plan. Mich kümmert nicht der Welten Fall, Wenn ich nur dort die Lieben all’ Vereinet finden kann