Liebesgedichte – Der Stern

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Einst stand einmal ein kleiner Stern
Am blauen Himmel soweit fern.
Er fühlte sich so sehr allein
Und wollte nicht mehr traurig sein.

Die anderen Sterne ringsumher,
Die glitzerten wie Gold so sehr.
Erstrahlten hell in edlem Schein
Von einer Schönheit, sanft und rein.

Dem Sternlein war das Herz so schwer,
Die Anderen, ja, die glänzten sehr.
Und ich, ich armer kleiner Wicht,
Zum funkeln taug ich nie und nicht.

Er weinte dann, der kleine Stern
Am dunklen Himmel so weit fern,
Als plötzlich eine Stimme klingt,
Die ihm auf einmal Hoffnung bringt:

Du dummer, kleiner Sternenmann,
Was fängst Du so zu weinen an?
Sieh Dich mal an, Du bist zwar klein,
Dein Herz ist aber hell und rein!

Die Stimme, die kam aus dem Mond,
Wo ewig schon ein Männlein wohnt.
Es galt als weise, sanft und gut.
Und machte unserem Sternlein Mut.

Nun hör mal zu, mein lieber Stern
Die Antwort, liegt gar nicht fern.
Die Anderen glänzen außen sehr
Doch Du glänzt innen umso mehr.

Mach auf dein Herz, verzage nicht!
Du findest Hoffnung, Wärme, Licht
Und nur die Liebe stets gewinnt,
Wenn alle Schönheit längst verrinnt.

Von nun an stand ein kleiner Stern
Am blauen Himmel, soweit fern –
Von einer Liebe eingehüllt,
Die alle Galaxien füllt.

Celine Rosenkind

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