Liebesgedichte – In der Stadtbahn von Klabund

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Ein feiles Mädchen, schön und aufgetakelt, Ihr gegenüber, grün und unbemakelt, Ein Jüngling, dessen Hände sanft behüten Zwei Veilchensträußchen in den Seidentüten. Sie sieht ihn an. Er lächelt traurig blöde: Mein Gott, wie wird das heute wieder öde Bei Tante Linchen, die Geburtstag feiert. –

Die Dame hat sich nunmehr ganz entschleiert, Da ist er hingerissen, starrt ein Weilchen Und reicht ihr wortlos alle seine Veilchen. Nun hat er nichts, für Tante kein Präsent . . . Er wundert sich – das schöne Fräulein flennt: Und ihre blassen Tränen auf die blauen Märzveilchen wie Gelübde niedertauen.

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