Liebesgedichte – Alptraummond

Liebesgedichte – Alptraummond

 

Sein Silberlicht es dringt, es drängt sich kalt durch meine halb geschlossnen Augen und Angst umschnürt meine Seele

Es kann nicht sein, die Hände fest ins Bett verkrallt so lieg ich da, das Licht beginnt zu saugen ich winde mich, wie hilflos ich mich quäle

Ein Stich direkt ins Herz, ein Schlag erschallt mir noch im Kopfe – kann das Schicksal das erlauben und Zweifel nagt, denn weiß ich denn, ob ich Dir fehle

Erwacht, es kriecht mir jene Furcht in mich hinein, sie hallt wie Donnerbrüllen mir ins Herz und erschüttert meinen Glauben fragen – wer denn nur Dein Herz mir stehle

Es bricht aus mir heraus, es wallt wer möcht’ mir Deine Liebe rauben verrückt vor Liebe, die ich nur von Dir mir wähle

Erst im ersten Tageslicht verhallt was mich erschaudern ließ ich seh’ am Himmel Deine Augen und Hoffnung scheint in mein Verlies die Tür geht auf und dort draußen erscheint Deine Liebe

Warten

Ich warte, ich warte auf Dich an den rostbraunen Schienen am grauen Steg im regnenden Wind, der die kahlenden Bäume bewegt im langsam ermattenden Licht

Die Sonne, längst ist sie gegangen hinter den Wolkenwirbeln versteckt und meine Einsamkeit, sie weckt sie weckt mein Verlangen

Ich warte, ich warte auf Dich wenn die Kälte kommt, wenn die Dunkelheit naht wenn die Nacht vergeht, wenn der Tag neu entsteht und ich sehe Dich nicht auch dann noch wart’ ich auf Dich.