Liebesgedichte – ABSCHIED Ich regne. Du regnest. Er-sie-es regnet
Liebesgedichte

Liebesgedichte – Abschied

Liebesgedichte – ABSCHIED

Ich regne.
Du regnest.
Er-sie-es regnet:
erst in der dritten Zeile –
und dort nur am Ende –
liegt das Gewöhnliche,
das alltägliche.
Lebte ich den Alltag?
Bis zuletzt hatte ich dich vergeblich gesucht,
die alte Landkarte wieder und wieder entfaltet,
um den Weg zu finden.
Erst zufällig –
dann immer öfter –
entstanden weiße Flecken.
Farbe hat sich abgelöst,
Knickstellen verbreiterten sich.

Unbekannte Bereiche,
die im Nirgendwo enden –
oder plötzlich irgendwo.
Vor verschlossenen Türen.
Zeit zum Umdenken, erneut umkehren.

Lebst DU hinter solch einer Türe?
Bist DU es, die den Schlüssel besitzt?
Brennt Licht?!

Ich musste mich entscheiden.
Ein Letzter Blick zurück;
ich hab Dir meinen Spiegel hinterlassen.
Wenn Du hinaus trittst,
wirst Du ihn finden –
den Menschen,
den du so lange vermisst hast.
Die alte Karte weist den letzten Weg.
Mein Buch des Lebens ist vollendet.
Ein paar Tropfen fallen darauf:
ICH regne.

DU…?

Elmar Jörgens im Namen meines Vaters
Hans-Peter Jörgens für Lisa Schinkels.