Erotische Geschichten – Die unbekannte Frau Im Zug

Erotische Geschichten – Die unbekannte Frau Im Zug

Ihre SMS erreichte ihn im Meeting. Sie würde es nicht schaffen, ihn abzuholen, also stand ihm nach zwei Stunden verbaler Folter auch noch der Regio bevor. Er war bedient und hörte dem kopftechnisch untermöblierten Designer zu, wie er sich um Kopf und Kragen redete.

 

Ihr Mantel war kurz, ihre Beine umso länger und ihr dunkelroter Lippenstift war magnetisch, zumindest für all die Stoffe, aus denen er geformt war. Der Regio leerte sich von Station zu Station und sie waren beinahe die einzigen Passagiere in ihrem Abteil, als er ein paar deutlichere Blicke riskierte und sich beinahe sicher war, das sie nichts unter diesem Mantel trug, der nur von einem Gürtel gehalten wurde.

 

Sie schenkte ihm ein Stück weit Gewissheit, als sie ihre Beine spreizte, ohne seinem Blick auszuweichen. Als der Mantel ihre Brust freigab, zog sie ihn nicht zurecht. Sie war wie eine holographische Versuchung, eigentlich zu perfekt, um real zu sein aber real genug, um ihn zu zwingen, zurück zu lächeln.

 

Er war steinhart und die mutige Ausgabe seiner selbst hätte die Schönheit mit Tatsachen konfrontiert, die momentan nur ihm präsent waren. Er erwiderte ihre Blicke, war binnen Sekunden in ihren gefangen und sah ihr zu, wie sie im Zeitlupentempo aufstand, sich im Abteil umsah und dann wieder zu ihm. Sie öffnete ihren Mantel, unvermindert langsam, dann legte sie ihn auf ihren Sitz, ging nackt zur Toilette und sah sich über ihre Schulter hinweg nach ihm um.

 

Kein Mann hätte diesem Blick, diesem Anblick widerstehen können. Er stand auf, würdigte den Rest des Abteils keines Blickes, sah auf ihren ausgebreiteten Mantel, dann auf die Tür, die nur angelehnt war.

 

Sie stand einfach vor ihm, nicht schüchtern, nicht stocksteif, einfach, als sei sie auf dieser Welt, damit seine Hände sie berühren konnten. Und sie taten es. Ihre warme Haut wurde nach innen hin weicher, da wo seine Finger ihn hinführten, ohne dass er eine Entscheidung hatte treffen müssen. Als seine Fingerkuppen über ihre Brustwarzen glitten, lehnte sie sich zurück. Er drehte Extrarunden, weil ihre Blicke danach zu verlangen schienen.

 

Seine Fingernägel auf ihrem Bauch ließen sie die Augen schließen. Seine feuchten Finger, die ihr Ziel erreicht hatten, schlossen seine Augen. Sie zog sich nicht zurück, drängte sich ihm nicht entgegen, er konnte einfach über jeden Zentimeter ihres Körpers verfügen. Und die gerade erforschten Zentimeter verrieten, wie sehr ihr das gefiel.

 

Er musste seine Hose nicht öffnen, sie erledigte das für ihn, weil seine Hände besseres zu tun hatten. Er nahm sie von vorn, sah durch sie hindurch und doch in sie hinein. Ihr Kopf stieß bei jedem Stoß an die Wand, sie versuchte, das mit den Händen zu verhindern, scheiterte aber regelmäßig. Er ließ sie sich umdrehen, weil es so nicht funktionieren würde. Sie wurde lauter, als er sie von hinten nahm.

 

Als der Zug hielt, versuchte, sie, sich unter Kontrolle zu bringen. Das gelang bescheiden, weil sie aber keine Beschwerden ernteten, machte er weiter, wurde schneller, fester. An der nächsten Station würde er abbrechen müssen, Endstation, also beeilte er sich, sie und ihn oder wenigstens sich selbst zu einem guten Ende zu bewegen.

 

Der Zug hielt, er setzte seine Bemühungen fort und sie forderte nichts anderes. Nach Minuten drückte jemand die Klinke, ließ seinem Versagen ein Klopfen folgen und gab sich als Schaffner aus. Er zog sich aus ihr zurück, sie drehte sich um, ging in die Knie und setzte mit der Hand fort, was er angefangen hatte. Das Klopfen wurde fortgesetzt und dennoch schaffte sie es, ihn in ihrem Mund seine Vollendung finden zu lassen.

 

„Mein Mantel“, sagte sie und zum ersten Mal an diesem Abend, nahm ihr Gesicht einen ernsten Zug an.

Er öffnete seinen Koffer, holte ihn raus und hielt ihn ihr hin. Sie schlüpfte hinein, gab ihm einen dankenden Kuss und er öffnete die Tür. Der Schaffner brauchte zwei Momente, um die Situation zu erfassen, war sichtlich verlegen und hörbar verstimmt.

 

Sie verließen gemeinsam den Zug, stiegen in ihr Auto und sie machte zuhause einen weiteren Haken auf der Liste der Orte, an denen sie es mal treiben wollten.