Liebesgedichte für deinen allerliebsten Schatz

Die Liebe – Love Heart
Liebe

Die Liebe

Die Liebe

Die Liebe ist eine Himmelsmacht, wie es schon am Ende der Operette »Der Zigeunerbaron« von Johann Strauß beschrieben wurde. Verliebte schicken einander Liebesgedichte und der Verliebtheit folgt die Verlobung. Bald schließt sich die Hochzeit an und am Valentinstag machen die Liebenden einander Geschenke. So lesen es Kinder in Märchen und Geschichten. In unserer modernen Welt sieht es jedoch häufig etwas anders aus als in der Literatur.

Das berühmteste Liebespaar der Welt

Dass Liebe von Leid nicht gänzlich zu trennen ist, lesen wir schon bei Shakespeare. Unvergessen die Dramatik, welche die Liebe von Romeo und Julia begleitet. Trotz des tragischen Endes der Protagonisten beschreibt die Tragödie anschaulich, zu welchen Taten die Liebe fähig ist: Sie kann Grenzen überwinden. Waren es bei Shakespeare gesellschaftliche Schranken, die das Zusammenkommen der Liebenden und die angestrebte Hochzeit vereitelten, sind es bis heute vielfach Landesgrenzen oder unterschiedliche Religionen, die dem Glück entgegenstehen. Hier hat sich bis in die heutige Zeit erstaunlich wenig geändert.

 

Liebe durch alle Generationen

Sind wir noch jung, denken wir an die große Liebe als etwas Unzerstörbares. Sie wird alle Hindernisse überwinden und auf ewig anhalten. Erleiden wir Liebeskummer, sind wir meist untröstlich. Auch wenn der Akt der Verlobung an Attraktivität verloren hat, werden noch immer Rituale abgehalten, die das Bündnis nach außen darstellen. Freundschaftsringe ersetzen heute den Verlobungsring. Noch wissen wir nichts über die Zerbrechlichkeit der Liebe, nichts darüber, welchen Angriffen sie im Alltag ausgesetzt ist und auch nichts davon, dass es wahrscheinlich mehr als einen Menschen gibt, den wir lieben können.

Jenseits der 20 haben die meisten von uns bereits eine Verlobung oder ein vergleichbares Bündnis hinter sich. Konnten die Gefühle zueinander überdauern, steht die Hochzeit an. Auch wenn in der modernen Gesellschaft ein Zusammenleben ohne Hochzeit denkbar ist und der Gesetzgeber viel Mühe darauf verwendet, verheiratete Paare den unverheirateten gleichzustellen, besitzt eine Eheschließung nach wie vor einen besonderen Stellenwert. Sie stellt noch immer ein deutliches Zeichen nach außen dar, ist ein klares Bekenntnis zum Partner und die Vermählung soll ein Leben lang halten. Wenn die Hochzeit auch nicht in allen Fällen der Auftakt zum ewigen Glück ist, beginnt doch jede Ehe mit diesen oder ähnlichen Vorstellungen und manche Hochzeit stellt sich im Verlauf der Jahrzehnte tatsächlich als äußeres Anzeichen einer unendlichen Liebe dar.

Verliebte Senioren

Heute wird insgesamt meist später geheiratet als früher. Doch seitdem die Kirche die Ehe nicht mehr als unverbrüchlichen Bund wahrnimmt, sind Trennungen nach einer gewissen Anzahl von Jahren nach der Hochzeit leider keine Seltenheit mehr. Trotzdem gibt es sie: Paare, die noch nach 40 oder 50 Jahren ineinander verliebt sind. Es rührt ans Herz, wenn man einen verliebten Blick aus einem runzeligen Gesicht beobachten kann, der dem geliebten Partner gilt. Neben dem innigen Gefühl, das diese Paare augenscheinlich verbindet, lassen sich häufig tiefer Respekt und Achtung voreinander feststellen. Man kennt den Partner mit all seinen Stärken und Schwächen – und liebt ihn noch immer. Vielleicht trotzdem, vielleicht auch gerade dafür. Bei solchen Paaren ist die Unendlichkeit der Liebe tatsächlich zu beobachten: Stirbt einer der Partner, folgt der andere oft in kürzester Zeit nach. Diese Liebe endet sicher nicht durch den Tod.

Die Liebesgedichte als Ausdruck

Wer sich in eigenen Worten nicht ausdrücken kann, greift gern zu Liebesgedichten, um seine Gefühle mitzuteilen. Die Auswahl ist verlockend. Praktisch jeder Dichter hat sich auch mit der Liebe beschäftigt und seine Gedanken in Reimform gebracht. Wahrscheinlich geschah dies immer dann, wenn der Autor selbst verliebt war. Unter dem Ansturm der Hormone verändert sich die gesamte Physiologie des Menschen: Wir benötigen weniger Schlaf, sind Neuem gegenüber aufgeschlossen und sehen selbst in dem sonst so Tristen einen goldenen Widerschein. Die ganze Welt könnten wir umarmen und sie erscheint uns wundervoll. Liebesgedichte spiegeln diese veränderte Gefühlswelt in einzigartiger Weise wider. Wer sich eines Liebesgedichtes bedient, um der Herzdame seine Gefühle mitzuteilen, ist gewiss eine romantisch veranlagte Natur.

Valentinstag – der Tag der Liebenden

Noch vor der Zeit Shakespeares lebte und wirkte in England der Dichter Geoffrey Chaucer. Aus seiner Feder stammt das Gedicht »Das Parlament der Vögel«. Viele der Chronisten sehen in diesem Gedicht die historischen Hintergründe für den heute als Valentinstag bekannten 14. Februar. Chaucer umschreibt in seinem Poem in einhundert Strophen die Liebe. Am Beispiel der Vögel, die sich im Garten der Liebe versammeln und ihren Partner suchen, beschreibt der Dichter viele Facetten der Liebe. So wirbt der Kuckuck vor der Göttin Natura für Promiskuität, wohingegen die Tauben Treue für das oberste Gebot halten. Angeblich soll Chaucer das Gedicht aus Anlass der Hochzeit von König Richards II. mit Anne von Böhmen geschrieben haben.

Am 14. Februar ist Valentinstag. Im Allgemeinen wird angenommen, dass dieses Datum auf den Bischof Valentin von Terni zurückzuführen ist. Dieser hat der Sage nach trotz eines kaiserlichen Verbots Verliebte getraut und gilt daher als Patron der Liebenden. Er wurde am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens hingerichtet. Bereits im 15. Jahrhundert war es in England Brauch, am Valentinstag als Paar Liebesgedichte oder kleine Geschenke auszutauschen. Im 17. Jahrhundert begann man, sich für die Geschenke mit Blumen zu bedanken. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts erfreut sich der Valentinstag auch in Deutschland großer Beliebtheit.

Jeder Tag ist ein Tag der Liebe

Nicht allein am Valentinstag sollten Liebende aneinander denken. Aufmerksamkeit gegenüber dem anderen und das Bewusstsein, einen besonderen Schatz zu besitzen, wenn man die Liebe fand, dürfen zu jeder Gelegenheit gegenwärtig sein. Der Valentinstag stellt insofern nur einen von 364 möglichen Feiertagen für die Liebe dar. Viel bedeutender können persönliche Gedenktage sein, wie das Datum der Verlobung, der Hochzeitstag, das erste selbst geschriebene Liebesgedicht für den geliebten Menschen oder andere Erinnerungen an Erlebnisse, die die Liebe festigten und nicht in Vergessenheit geraten sollten. Damit auch Ihre Liebe unendlich bleibt.

Eine ganz besondere Begegnung im Leben zweier Menschen ist die erste große Liebe, welche Sie bestimmt auch erlebten. Auch wenn diese Beziehung vielleicht nicht lange anhielt, so lag doch über ihr ein ganz besonderer Zauber.

Plötzlich fanden Sie es gar nicht mehr kitschig, sondern äußerst romantisch, den Valentinstag mit Liebesgedichten und Rosen zu begehen, träumten von Verlobung und Hochzeit.

Die erste große Liebe ist süß und romantisch. Wer zum ersten Mal die Schmetterlinge im Bauch verspürt und verliebt ist, wird diese Zeit nie mehr vergessen. Es passiert nur selten, dass die erste große Liebe wirklich vor den Traualtar führt und mit der Hochzeit gekrönt wird. Aber sie wird ein Leben lang tief im Herzen einen Platz behalten.