Die besten und schönsten Liebesgedichte

Die besten und schönsten Liebesgedichte

Hier finden du die schönsten, romatischsten, liebevollsten, zärtlichsten Liebesgedichte für dein allerliebsten Schatz die es im Internet zu finden gibt.

Liebesgedichte Platz 1

Mein Herz ist wie die dunkle Nacht von Emanuel Geibel

Mein Herz ist wie die dunkle Nacht, Wenn alle Wipfel rauschen; Da steigt der Mond in voller Pracht Aus Wolken sacht- Und sieh, der Wald verstummt in tiefem Lauschen.

Der Mond, der helle Mond bist du, Aus deiner Liebesfülle Wirf einen, einen Blick mir zu Voll Himmelsruh – Und sieh, das ungestüme Herz wird stille.

Liebesgedichte Platz 2

Neue Liebe, Neues Leben von Johann Wolfgang von Goethe

Herz, mein Herz, was soll das geben? Was bedränget dich so sehr? Welch ein fremdes, neues Leben! Ich erkenne dich nicht mehr. Weg ist alles, was du liebtest, weg, warum du dich betrübtest, weg dein Fleiß und deine Ruh — ach, wie kamst du nur dazu!

Fesselt dich die Jugendblüte, diese liebliche Gestalt, dieser Blick voll Treu und Güte mit unendlicher Gewalt? Will ich rasch mich ihr entziehen, mich ermannen, ihr entfliehen, führet mich im Augenblick, ach, mein Weg zu ihr zurück.

Und an diesem Zauberfädchen, das sich nicht zerreißen läßt, hält das liebe, lose Mädchen mich so wider Willen fest: muß in ihrem Zauberkreise leben nun auf ihre Weise. Die Verändrung, ach, wie groß! Liebe ! Liebe ! laß mich los!

Liebesgedichte Platz 3

Ich sehe dich in tausend Bildern von Novalis

Ich sehe dich in tausend Bildern, Maria, lieblich ausgedrückt, doch keins von allen kann dich schildern, wie meine Seele dich erblickt.

Ich weiß nur, daß der Wellt Getümmel Seitdem mir wie ein Traum verweht, Und ein unnennbar süßer Himmel Mir ewig im Gemüte steht.

Liebesgedichte Platz 4

An die Geliebte von Eduard Mörike

Wenn ich, von deinem Anschaun tief gestillt, Mich stumm an deinem heilgen Wert vergnüge, Dann hör ich recht die leisen Atemzüge Des Engels, welcher sich in dir verhüllt.

Und ein erstaunt, ein fragend Lächeln quillt Auf meinem Mund, ob mich kein Traum betrüge, Daß nun in dir, zu ewiger Genüge, Mein kühnster Wunsch, mein einzger, sich erfüllt?

Von Tiefe dann zu Tiefen stürzt mein Sinn, Ich höre aus der Gottheit nächtger Ferne Die Quellen des Geschicks melodisch rauschen.

Betäubt kehr ich den Blick nach oben hin, Zum Himmel auf — da lächeln alle Sterne; Ich kniee, ihrem Lichtgesang zu lauschen.

Liebesgedichte Platz 5

Der Liebe Dauer von Ferdinand Freiligrath

O lieb, so lang du lieben kannst! O lieb, so lang du lieben magst! Die Stunde kommt, die Stunde kommt, wo du an Gräbern stehst und klagst!

Und sorge, daß dein Herze glüht Und Liebe hegt und liebe trägt, solang ihm noch ein ander Herz in Liebe warm entgegenschlägt!

Und wer dir seine Brust erschließt, o tu ihm, was du kannst, zu lieb! Und mach ihm jede Stunde froh, und mach ihm keine Stunde trüb!

Und hüte deine Zunge wohl, bald ist ein böses Wort gesagt! O Gott, es war nicht bös gemeint- Der andere aber gehr und klagt.

O lieb, so lang du lieben kannst! O lieb, so lang du lieben magst! Die Stunde kommt, die Stunde kommt, wo du an Gräbern stehst und klagst!

Dann kniest du nieder an der Gruft, und birgst die Augen, trüb und naß, – sie sehn den andern nimmermehr – ins lange, feuchte Kirchhofsgras.

Und sprichst: O schau auf mich herab, der hier an deinem Grabe weint! Vergib, daß ich gekränkt dich hab! O Gott, es war nicht bös gemeint!

Er aber sieht und hört dich nicht, kommt nicht, daß du ihn froh umfängst; der Mund, der oft dich küßte, spricht nie wieder: ich vergab dir längst.

Er tat`s, vergab dir lange schon, doch manche heiße Träne fiel um dich und um dein herbes Wort. Doch still – er ruht, er ist am Ziel!

Liebesgedichte Platz 6

Der erste Mai von Friedrich von Hagedorn

Der erste Tag im Monat Mai Ist mir der glücklichste von allen. Dich sah ich und gestand dir frei, den ersten Tag im Monat Mai, daß dir mein Herz ergeben sei. Wenn mein Geständnis dir gefallen, so ist der erste Tag im Mai für mich der glücklichste von allen.

O lieb, so lang du lieben kannst! O lieb, so lang du lieben magst! Die Stunde kommt, die Stunde kommt, wo du an Gräbern stehst und klagst!

Liebesgedichte Platz 7

Nähe des Geliebten von Johann Wolfgang von Goethe

Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer Vom Meere strahlt; Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer In Quellen malt.

Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege Der Staub sich hebt; In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege Der Wanderer bebt.

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfen Rauschen Die Welle steigt; Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen, wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne. Du bist mir nah! Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne. Oh, wärst du da.

Liebesgedichte Platz 8

Glückes genug von Detlev von Liliencron

Wenn sanft du mir im Arme schliefst, Ich deinen Atem hören konnte, Im Traum du meinen Namen riefst, Um deinen Mund ein Lächeln sonnte —Glückes genug.

Und wenn nach heißem, ernstem Tag Du mir verscheuchtest schwere Sorgen, Wenn ich an deinem Herzen lag Und nicht mehr dachte an ein Morgen- Glückes genug

Liebesgedichte Platz 9

Ich und du von Christian Friedrich Hebbel

Wir träumten voneinander Und sind davon erwacht, Wir leben, um uns zu lieben, Und sinken zurück in die Nacht.

Du tratest aus meinem Träume, Aus deinem trat ich hervor, Wir sterben, wenn sich eines Im anderen ganz verlor.

Auf einer Lilie zittern Zwei Tropfen, rein und rund, Zerfließen in eins und rollen Hinab in des Kelches Grund

Liebesgedichte Platz 10

O schwöre nicht von Heinrich Heine

O schwöre nicht und küsse nur. Ich glaube keinem Weiberschwur! Dein Wort ist süß, doch süßer ist Der Kuß, den ich dir abgeküßt! Den hab ich, und dran glaub ich auch, Das Wort ist eitel Dunst und Hauch.

O schwöre, Liebchen, immerfort, Ich glaube dir aufs bloße Wort! An deinem Busen sink ich hin, Und glaube, daß ich selig bin; Ich glaube, Liebchen, ewiglich, Und noch viel länger, liebst du mich.

Liebesgedichte Platz 11

Die Beiden von Hugo Laurenz August Hofmann, Edler von Hofmannsthal, Hugo von Hofmannsthal

Sie trug den Becher in der Hand – ihr Kinn und Mund glich seinem Rand – so leicht und sicher war ihr Gang, kein Tropfen aus dem Becher sprang.

So leicht und fest war seine Hand: er ritt auf einem jungen Pferde, und mit nachlässiger Gebärde erzwang er, daß es zitternd stand.

Jedoch, wenn er aus ihrer Hand den leichten Becher nehmen sollte, so war es beiden allzu schwer: denn beide bebten sie so sehr, daß keine Hand die andre fand und dunkler Wein am Boden rollte.

Liebesgedichte Platz 12

Die Liebe von Wilhelm Busch

Die Liebe war nicht geringe, Sie wurden ordentlich blaß; Sie sagten sich tausend Dinge Und wußten immer noch was.

Sie mußten sich lange quälen, Doch schließlich kam`s dazu, Daß sie sich konnten vermählen. Jetzt haben die Seelen Ruh.

Bei eines Strumpfes Bereitung Sitzt sie im Morgenhabit; Er ließt in der Kölnischen Zeitung Und teilt ihr das nötigste mit