Liebesgedichte & Werke von Maria Therese von Artner auch Maria Theresia von Artner, Pseudonym Theone 1772 - 1829

<em><strong>Liebesgedichte & Werke von Maria Therese von Artner 1772 - 1829</strong></em> * der Autor Therese Artner Maria Therese von Artner auch Maria Theresia von Artner, Pseudonym Theone; geboren 19. April 1772 in Schintau im Komitat Neutra, Königreich Ungarn; gestorben 25. November 1829 in Agram, Kroatien war eine österreichische Schriftstellerin. Biographie: http://de.wikipedia.org/wiki/Therese_von_Artner

  • Liebesgedichte – Die Liebe von Maria Therese von Artner
    Liebesgedichte & Werke von Maria Therese von Artner auch Maria Theresia von Artner, Pseudonym Theone 1772 - 1829

    Liebesgedichte – Die Liebe von Maria Therese von Artner

    Liebesgedichte – Die Liebe von Maria Therese von Artner auch Maria Theresia von Artner, Pseudonym Theone Laß mein Lied zu dir sich heben, Königinn vom Erdenrund, Der die Herzen wonnig beben, Liebe, Quelle aller Leben, Schöpferhauch aus Gottesmund! Du erzeugtest, was bestehet, Du bevölkerst die Natur; Wo dein sanfter Odem wehet, Zeugt sich junges Daseyns Spur. Deinem Wink gehorchend, kreiset Um die Sonne der Planet; Deinem Zuge folgsam, reiset Luna um die Erde, weiset Nach dem Pole der Magnet. Kräfte die sich feindlich sträuben Bringt dein Wink zur Harmonie; Ja, wir säh’n das All zerstäuben, Hielt es nicht die Sympathie. Auf der Erd‘, in Meer und Lüften, Ueb’rall schufst du Weib und Mann; Leben rufst du aus den Grüften; Liebend in der Tiefe Klüften Ziehn sich die Metalle an. Du regierst in jeder Zone Bist die Kette, die die Welt An des Schöpfers Strahlenthrone Ewiglich befestigt hält. Mit dem Lenze steigst du nieder Auf die schlummernde Natur; Neubelebt erwacht sie wieder, Feyernd schallen Jubellieder Aus dem Haine, von der Flur. Ihre Himmelstöne singet Philomele nur für dich; Neu befiedert, froh verjünget Lieben alle Thiere sich. Daß es auch dem Wurm gelinge, Deiner Wonne sich zu freun, Spinnt er sich zum Schmetterlinge, Prangt mit goldbesäumter Schwinge, Liebt und schließt sein kurzes Seyn. Um zu lieben streift die Pflanze Ihre Knospenhülsen ab, Schmückt sich mit dem Blüthenkranze Liebt – und welket in ihr Grab. Alles naht im Feyerkleide Deinem goldnen Hochaltar; In der Schönheit Festgeschmeide Bringen Jugend, Kraft und Freude Jüngling‘ dir und Mädchen dar. Bis nicht jeder Keim entfaltet, Bis nicht jegliches Organ Zur Vollkommenheit gestaltet, Nimmst du ihren Dienst nicht an. Doch, wenn schlanken Tannen ähnlich Jeder Reiz den Körper schmückt, Wenn die Jungfrau hold und sehnlich, Und der Jüngling kühn und männlich Aus dem Feuerauge blickt; Wenn vom süßen Kindheitstraume Aufgewacht, der Geist sich hebt, Und nach einem größern Raume Die erregte Denkkraft strebt; Wenn der Blick erhöht, erheitert Frey die Schöpfung übersieht, Die Vernunft sich hellt und läutert Und das warme Herz, erweitert, Neuem Hochgefühle glüht; Zarte Schaam des Mädchens Wangen Mit des Lotos Farben mahlt, Und ein unbekannt Verlangen Ihr im vollen Busen wallt. Wenn dich niegefühlte Leere, Feuervoller Jüngling, plagt, Und umsonst der Sporn der Ehre Ins Getümmel wilder Heere Dich nach blut’gem Lorbeer jagt; Nicht durch ihre Schmeicheltöne Fama deine Sehnsucht stillt, Unwillkürlich manche Thräne Von der blassen Wange quillt; O dann wandelst du – erfreue Dich, Beglückter! schon die Bahn Zu dem Tempel, wo die Weihe Deiner harret, und bald neue Freuden, tanzend, dich umfah’n! Horch, was säuselt dir entgegen Aus dem nahen Rosenstrauch? Eine Jungfrau! hold verlegen Blickt sie nieder, und du auch. Aber feuriger bald heben, Suchend, eure Blicke sich; Du gewahrst ihr leises Beben, Und ein neugeschaffnes Leben Strömt mit Sonnenglut durch dich. Auch zu ihrem Herzen fließet All ihr Blut so schnell und warm; Länger hältst du’s nicht! Es schließet Sie an dich dein kühner Arm! Wohin schwand es so geschwinde, Was euch erst so ängstlich drückt? Von den Augen fällt die Binde Und ihr staunet, wie der Blinde, Der das erste Licht erblickt. Liebe! Ihre hochentzückten Herzen, preisen deinen Ruhm, Und du führst nun die Beglückten In dein stilles Heiligthum.