Liebesgedichte für deinen allerliebsten Schatz

  • Liebesgedichte – Die Liebe von Maria Therese von Artner
    Liebesgedichte & Werke von Maria Therese von Artner auch Maria Theresia von Artner, Pseudonym Theone 1772 - 1829

    Liebesgedichte – Die Liebe von Maria Therese von Artner

    Liebesgedichte – Die Liebe von Maria Therese von Artner auch Maria Theresia von Artner, Pseudonym Theone Laß mein Lied zu dir sich heben, Königinn vom Erdenrund, Der die Herzen wonnig beben, Liebe, Quelle aller Leben, Schöpferhauch aus Gottesmund! Du erzeugtest, was bestehet, Du bevölkerst die Natur; Wo dein sanfter Odem wehet, Zeugt sich junges Daseyns Spur. Deinem Wink gehorchend, kreiset Um die Sonne der Planet; Deinem Zuge folgsam, reiset Luna um die Erde, weiset Nach dem Pole der Magnet. Kräfte die sich feindlich sträuben Bringt dein Wink zur Harmonie; Ja, wir säh’n das All zerstäuben, Hielt es nicht die Sympathie. Auf der Erd‘, in Meer und Lüften, Ueb’rall schufst du Weib und Mann; Leben rufst du aus den Grüften; Liebend in der Tiefe Klüften Ziehn sich die Metalle an. Du regierst in jeder Zone Bist die Kette, die die Welt An des Schöpfers Strahlenthrone Ewiglich befestigt hält. Mit dem Lenze steigst du nieder Auf die schlummernde Natur; Neubelebt erwacht sie wieder, Feyernd schallen Jubellieder Aus dem Haine, von der Flur. Ihre Himmelstöne singet Philomele nur für dich; Neu befiedert, froh verjünget Lieben alle Thiere sich. Daß es auch dem Wurm gelinge, Deiner Wonne sich zu freun, Spinnt er sich zum Schmetterlinge, Prangt mit goldbesäumter Schwinge, Liebt und schließt sein kurzes Seyn. Um zu lieben streift die Pflanze Ihre Knospenhülsen ab, Schmückt sich mit dem Blüthenkranze Liebt – und welket in ihr Grab. Alles naht im Feyerkleide Deinem goldnen Hochaltar; In der Schönheit Festgeschmeide Bringen Jugend, Kraft und Freude Jüngling‘ dir und Mädchen dar. Bis nicht jeder Keim entfaltet, Bis nicht jegliches Organ Zur Vollkommenheit gestaltet, Nimmst du ihren Dienst nicht an. Doch, wenn schlanken Tannen ähnlich Jeder Reiz den Körper schmückt, Wenn die Jungfrau hold und sehnlich, Und der Jüngling kühn und männlich Aus dem Feuerauge blickt; Wenn vom süßen…