Alles aus Liebe - Liebesgedichte für deinen allerliebsten Schatz

Liebesgedichte von Heinrich Heine

Heinrich Heine 1797 - 1856 * der Autor Heinrich Heine geb. am 13.12.1797 in Düsseldorf, gest. am 17.2.1856 in Paris. War einer der bedeutendsten deutschen Dichter und Journalisten des 19. Jahrhunderts

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    Liebesgedichte von Heinrich Heine

    Liebesgedichte – Meergruß von Heinrich Heine

    [vc_row][vc_column][vc_column_text] Heinrich Heine: „Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“ Thalatta! Thalatta! Sei mir gegrüßt, du ewiges Meer! Sei mir gegrüßt zehntausendmal, Aus jauchzendem Herzen, Wie einst dich begrüßten Zehntausend Griechenherzen, Unglückbekämpfende, heimatverlangende, Weltberühmte Griechenherzen. Es wogten die Fluten, Sie wogten und brausten, Die Sonne goß eilig herunter Die spielenden Rosenlichter, Die aufgescheuchten Möwenzüge Flatterten fort, lautschreiend, Es stampften die Rosse, es klirrten die Schilde, Und weithin erscholl es wie Siegesruf: Thalatta! Thalatta! Sei mir gegrüßt, du ewiges Meer! Wie Sprache der Heimat rauscht mir dein Wasser, Wie Träume der Kindheit seh ich es flimmern Auf deinem wogenden Wellengebiet, Und alte Erinnerung erzählt mir aufs neue Von all dem lieben, herrlichen Spielzeug, Von all den blinkenden Weihnachtsgaben, Von all den roten Korallenbäumen, Goldfischchen, Perlen und bunten Muscheln, Die du geheimnisvoll bewahrst, Dort unten im klaren Kristallhaus. O! wie hab ich geschmachtet in öder Fremde! Gleich einer welken Blume In des Botanikers blecherner Kapsel, Lag mir das Herz in der Brust. Mir ist, als saß ich winterlange, Ein Kranker, in dunkler Krankenstube, Und nun verlaß ich sie plötzlich, Und blendend strahlt mir entgegen Der smaragdene Frühling, der sonnengeweckte, Und es rauschen die weißen Blütenbäume, Und die jungen Blumen schauen mich an, Mit bunten, duftenden Augen, Und es duftet und summt, und atmet und lacht, Und im blauen Himmel singen die Vöglein – Thalatta! Thalatta! Du tapferes Rückzugherz! Wie oft, wie bitteroft Bedrängten dich des Nordens Barbarinnen! Aus großen, siegenden Augen Schossen sie brennende Pfeile; Mit krummgeschliffenen Worten Drohten sie mir die Brust zu spalten; Mit Keilschriftbillets zerschlugen sie mir Das arme, betäubte Gehirn – Vergebens hielt ich den Schild entgegen, Die Pfeile zischten, die Hiebe krachten, Und von des Nordens Barbarinnen Ward ich gedrängt bis ans Meer Und frei aufatmend begrüß ich das Meer, Das liebe, rettende…

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    Liebesgedichte von Heinrich Heine

    Liebesgedichte- Sterne mit den goldnen Füßchen von Heinrich Heine

    [vc_row][vc_column][vc_column_text] Sterne mit den goldnen Füßchen Wandeln droben bang und sacht, Daß sie nicht die Erde wecken, Die da schläft im Schoß der Nacht. Horchend stehn die stummen Wälder, Jedes Blatt ein grünes Ohr! Und der Berg, wie träumend streckt er Seinen Schattenarm hervor. Doch was rief dort? In mein Herze Dringt der Töne Widerhall. War es der Geliebten Stimme, Oder nur die Nachtigall? [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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    Liebesgedichte von Heinrich Heine

    Gedichte über Liebe & Leben – Himmel grau und wochentäglich von Heinrich Heine

    [vc_row][vc_column][vc_column_text] Himmel grau und wochentäglich! Auch die Stadt ist noch dieselbe! Und noch immer blöd und kläglich Spiegelt sie sich in der Elbe. Lange Nasen, noch langweilig Werden sie wie sonst geschneuzet, Und das duckt sich noch scheinheilig, Oder bläht sich, stolz gespreizet. Schöner Süden! wie verehr ich Deinen Himmel, deine Götter, Seit ich diesen Menschenkehricht Wiederseh, und dieses Wetter!  [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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    Liebesgedichte von Heinrich Heine

    Gedichte über Liebe & Leben – Vitzliputzli Präludium von Heinrich Heine

    [vc_row][vc_column][vc_column_text] Dieses ist Amerika! Dieses ist die Neue Welt! Nicht die heutige, die schon Europäisieret abwelkt. – Dieses ist die Neue Welt, Wie sie Christoval Kolumbus Aus dem Ozean hervorzog. Glänzet noch in Flutenfrische, Träufelt noch von Wasserperlen, Die zerstieben, farbensprühend, Wenn sie küßt das Licht der Sonne. Wie gesund ist diese Welt! Ist kein Kirchhof der Romantik, Ist kein alter Scherbenberg Von verschimmelten Symbolen Und versteinerten Perucken. Aus gesundem Boden sprossen Auch gesunde Bäume – keiner Ist blasiert und keiner hat In dem Rückgratmark die Schwindsucht. Auf den Baumesästen schaukeln Große Vögel. Ihr Gefieder Farbenschillernd. Mit den ernsthaft Langen Schnäbeln und mit Augen, Brillenartig schwarz umrändert, Schaun sie auf dich nieder, schweigsam – Bis sie plötzlich schrillend aufschrein Und wie Kaffeeschwestern schnattern. Doch ich weiß nicht, was sie sagen, Ob ich gleich der Vögel Sprachen Kundig bin wie Salomo, Welcher tausend Weiber hatte Und die Vögelsprachen kannte, Die modernen nicht allein, Sondern auch die toten, alten, Ausgestopften Dialekte. Neuer Boden, neue Blumen! Neue Blumen, neue Düfte! Unerhörte, wilde Düfte, Die mir in die Nase dringen, Neckend, prickelnd, leidenschaftlich – Und mein grübelnder Geruchsinn Quält sich ab: Wo hab ich denn Je dergleichen schon gerochen? War’s vielleicht auf Regentstreet, In den sonnig gelben Armen Jener schlanken Javanesin, Die beständig Blumen kaute? Oder war’s zu Rotterdam, Neben des Erasmi Bildsäul’, In der weißen Waffelbude Mit geheimnisvollem Vorhang? Während ich die Neue Welt Solcher Art verdutzt betrachte, Schein ich selbst ihr einzuflößen Noch viel größre Scheu – Ein Affe, Der erschreckt ins Buschwerk forthuscht, Schlägt ein Kreuz bei meinem Anblick, Angstvoll rufend: »Ein Gespenst! Ein Gespenst der Alten Welt!« Affe! fürcht dich nicht, ich bin Kein Gespenst, ich bin kein Spuk; Leben kocht in meinen Adern, Bin des Lebens treuster Sohn. Doch durch jahrelangen Umgang Mit den Toten nahm ich an Der…