Liebesgedichte – Weihnacht in Ajaccio von Conrad Ferdinand Meyer

Liebesgedichte - Weihnacht in Ajaccio von Conrad Ferdinand Meyer

Liebesgedichte – Weihnacht in Ajaccio von Conrad Ferdinand Meyer Reife Goldorangen fallen sahn wir heute, Myrte blühte, Eidechs glitt entlang der Mauer, die von Sonne glühte. Uns zu Häupten neben einem morschen Laube flog ein Falter – Keine herbe Grenze scheidet Jugend hier und Alter. Eh das welke Blatt verweht ist, wird die Knospe neu […]

Liebesgedichte – Eingelegte Ruder von Conrad Ferdinand Meyer

Liebesgedichte - Eingelegte Ruder von Conrad Ferdinand Meyer

Liebesgedichte – Eingelegte Ruder von Conrad Ferdinand Meyer Meine eingelegten Ruder triefen, Tropfen fallen langsam in die Tiefen. Nichts das mich verdross! Nichts das mich freute! Niederrinnt ein schmerzenloses Heute! Unter mir – ach, aus dem Licht verschwunden- Träumen schon die schönern meiner Stunden. Aus der blauen Tiefe ruft das Gestern: Sind im Licht noch manche […]

Liebesgedichte – Alles war ein Spiel von Conrad Ferdinand Meyer

Liebesgedichte - Alles war ein Spiel von Conrad Ferdinand Meyer

Liebesgedichte – Alles war ein Spiel von Conrad Ferdinand Meyer In diesen Liedern suche du Nach keinem ernsten Ziel! Ein wenig Schmerz, ein wenig Lust, Und alles war ein Spiel. Besonders forsche nicht danach, Welch Antlitz mir gefiel, Wohl leuchten Augen viele drin, Doch alles war ein Spiel. Und ob verstohlen auf ein Blatt Auch eine […]

Liebesgedichte – Möwenflug von Conrad Ferdinand Meyer

Liebesgedichte - Möwenflug von Conrad Ferdinand Meyer Möwen sah um einen Felsen kreisen Ich in unermüdlich gleichen Gleisen, Auf gespannter Schwinge schweben bleibend, Eine schimmernd weiße Bahn beschreibend, Und zugleich in grünem Meeresspiegel Sah ich um dieselben Felsenspitzen Eine helle Jagd gestreckter Flügel Unermüdlich durch die Tiefe blitzen. Und der Spiegel hatte solche Klarheit, Daß sich anders nicht die Flügel hoben Tief im Meer, als hoch in Lüften oben, Daß sich völlig glichen Trug und Wahrheit. Allgemach beschlich es mich wie Grauen, Schein und Wesen so verwandt zu schauen, Und ich fragte mich, am Strand verharrend, Ins gespenstische Geflatter starrend: Und du selber? Bist du echt beflügelt? Oder nur gemalt und abgespiegelt? Gaukelst du im Kreis mit Fabeldingen? Oder hast du Blut in deinen Schwingen?

Liebesgedichte – Möwenflug von Conrad Ferdinand Meyer Möwen sah um einen Felsen kreisen Ich in unermüdlich gleichen Gleisen, Auf gespannter Schwinge schweben bleibend, Eine schimmernd weiße Bahn beschreibend, Und zugleich in grünem Meeresspiegel Sah ich um dieselben Felsenspitzen Eine helle Jagd gestreckter Flügel Unermüdlich durch die Tiefe blitzen. Und der Spiegel hatte solche Klarheit, Daß […]

Liebesgedichte – Dämmergang von Conrad Ferdinand Meyer

Liebesgedichte - Dämmergang von Conrad Ferdinand Meyer

Liebesgedichte – Dämmergang von Conrad Ferdinand Meyer Du lebst meerüber In blauer Ferne Und du besuchst mich Beim ersten Sterne. Ich mach im Felde Die Dämmerrunde, Umbellt, umsprungen Von meinem Hunde. Es rauscht im Dickicht, Es webt im Düster, Auf meine Wange Haucht warm Geflüster. Das Weggeleite Wird trauter, trauter, Du schmiegst dich näher, Du […]