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Gedicht über Liebe & Leben – Ostern

Gedicht über Liebe & Leben – Ostern

Gedicht über Liebe & Leben – Ostern von Achim von Arnim

 

Vom Erdenstaub zu reinen, blauen Lüften
Dringt weit der Blick in ersten Frühlingstagen,
Und höher steigt der mächt’ge Sonnenwagen,
Die Erde sehnt nach Blättern sich und Düften,
Und heilige Geschichten uns dann sagen
Was sich geahnet in des Herzens Klüften.
Er ist erstanden aus den Todesgrüften,
Und wie vergebens war der Menschen Zagen,
Ja so ersteht die Welt der Himmelsgaben
Mit jedem Jahre neu, die Knospen brechen,
Und nichts ist unsrer Liebe zu erhaben,
Sie giebt uns alles in den Wonnebächen,
Die nach dem Eisgang Flur und Aug‘ durchgraben,
Das Unsichtbarste will zum Lichte sprechen.

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Gedicht über Liebe & Leben – Dreikönigslied

Gedicht über Liebe & Leben – Dreikönigslied

Gedicht über Liebe & Leben – Dreikönigslied von Achim von Arnim

 

Gott so wollen wir loben und ehrn,
Die heiligen drei König mit ihrem Stern,
Sie reiten daher in aller Eil
In dreisig Tagen vierhundert Meil,
Sie kamen in Herodis Haus,
Herodes sahe zum Fenster raus:
Ihr meine liebe Herrn, wo wollt ihr hin?
Nach Bethlehem steht unser Sinn.
Da ist geboren ohn‘ alles Leid
Ein Kindlein von einer reinen Maid.
Herodes sprach aus großem Trotz:
Ey warum ist der hinder so schwarz?
O lieber Herr, er ist uns wohl bekannt,
Er ist ein König im Mohrenland,
Und wöllend ihr uns recht erkennen,
Wir dörffend uns gar wohl nennen.
Wir seynd die König vom finstern Stern,
Und brächten dem Kindlein ein Opfer gern,
Myrrhen, Weihrauch und rothes Gold,
Wir seynd dem Kindlein ins Herz nein hold.
Herodes sprach aus Uebermuth,
Bleibend bei mir, und nehmt für gut,
Ich will euch geben Heu und Streu,
Ich will euch halten Zehrung frey.
Die heiligen drei König thäten sich besinnen,
Fürwahr, wir wollen jezt von hinnen.
Herodes sprach aus trutzigem Sinn,
Wollt ihr nicht bleiben, so fahret hin.
Sie zogen über den Berg hinaus,
Sie funden den Stern ob dem Haus,
Sie traten in das Haus hinein,
Sie funden Jesum in dem Krippelein.
Sie gaben ihm ein reichen Sold,
Myrrhen, Weyhrauch und rothes Gold.
Joseph bei dem Kripplein saß,
Bis daß er schier erfroren was.
Joseph nahm ein Pfännelein,
Und macht dem Kind ein Müßelein.
Joseph, der zog seine Höselein aus,
Und macht dem Kindlein zwey Windelein d’raus.
Joseph, lieber Joseph mein,
Hilf mir wiegen mein Kindelein.
Es waren da zwey unvernünftige Thier,
Sie fielen nieder auf ihre Knie.
Das Oechselein und das Eselein,
Die kannten Gott den Herren rein.
Amen.

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Gedicht über Liebe & Leben – Abschied für immer

Gedicht über Liebe & Leben – Abschied für immer

Gedicht über Liebe & Leben – Abschied für immer von Achim von Arnim

 

Ist’s ein Wunder, daß dich alle lieben,
Die nach meinem Scheiden sich dir nahen,
Meine Seufzer sind bei dir geblieben
Und als Luftgeist sehnlich dich umfahren,
Wer zu athmen wagt an deinem Munde
Zieht sie unbewußt zu seinem Herzen,
Diese Seufzer mancher trüben Stunden,
Diese Geister, mir entflohn in Schmerzen.
Zu lebendig war des Herzens Hoffen,
Es vergeht nicht mit den Schmerzenstagen,
Ja es liegt die Welt jetzt vor mir offen,
Meine Liebe fühl‘ ich drinnen schlagen;
Leb‘ ich nun in Andern, die dich lieben,
Mag ich wohl der armen Mutter gleichen,
Die ihr Kind von ihrer Brust vertrieben,
Ihre Brust dem fremden Kind zu reichen.
Hoffnungsgeister, die mit schönen Bildern
Mich getäuschet wie die Jugendzeiten,
Meiner Nächte Einsamkeit zu mildern,
Ich entlaß euch in die blauen Weiten,
Einen Händedruck gebt noch zum Scheiden,
Sei’s die Jugend, die ich heut entlassen,
Was auch komme, nichts will ich vermeiden,
Was vorbei, das läßt sich nicht mehr fassen.

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Gedicht über Liebe & Leben – Sonnenlied

Gedicht über Liebe & Leben – Sonnenlied

Gedicht über Liebe & Leben – Sonnenlied von Achim von Arnim

Sonne, Sonne, scheine,
Fahr über Rheine,
Fahr übers Glockenhaus,
Gucken drey schöne Puppen raus,
Eine die spinnt Seiden,
Die andre wickelt Weiden,
Die andre geht ans Brünnchen,
Findt ein goldig Kindchen;
Wer solls heben?
Die Töchter aus dem Löwen.
Wer soll die Windeln wäschen?
Die alte Schneppertäschen.

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Gedicht über Liebe & Leben – Der Welt Herr

Gedicht über Liebe & Leben – Der Welt Herr

Gedicht über Liebe & Leben – Der Welt Herr von Achim von Arnim

 

Morgenstund hat Gold im Munde,
Denn da kommt die Börsenzeit
Und mit ihr die süße Kunde,
Die des Kaufmanns Herz erfreut:
Was er Abends spekulieret
Hat den Kurs heut regulieret,

Eilend ziehen die Kuriere
Mit dem kleinen Kursbericht,
Daß er diese Welt regiere
Von der andern weiß ichs nicht:
Zitternd sehn ihn Potentaten
Und es bricht das Herz der Staaten.

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Gedichte über Liebe & Leben Achim von Arnim 1781 – 1831

Gedichte über Liebe & Leben Achim von Arnim 1781 – 1831

 

* der Autor Achim von Arnim geb. am 26.1.1781 in Berlin als Sohn eines preußischen Gesandten und Intendanten Friedrichs des Großen, seine Mutter stirbt bei seiner Geburt, der Vater übergibt die Kinder der Schwiegermutter, großbürgerliche Erziehung in Berlin und Zernikow, 1798 Studium der Rechtswissenschaften in Halle, ein Jahr später wechselt er zum Studium der Mathematik nach Göttingen; dort publiziert er Arbeiten über physikalische Themen, 1801 bis 1804 Bildungsreise mit seinem Bruder durch Europa, 1802 Besuch bei Clemens Brentano, dort lernt er dessen Schwester Bettina kennen, die er 1811 heiratet, ab 1809 lebt er wieder in in Berlin, 1814 siedelt die Familie nach Wiepersdorf über, er stirbt am 21.1.1831 in Wiepersdorf / Kreis Jüterborg.

 

Gedichte über Liebe & Leben – Der Welt Herr von Achim von Arnim

Morgenstund hat Gold im Munde,
Denn da kommt die Börsenzeit
Und mit ihr die süße Kunde,
Die des Kaufmanns Herz erfreut:
Was er Abends spekulieret
Hat den Kurs heut regulieret,

Eilend ziehen die Kuriere
Mit dem kleinen Kursbericht,
Daß er diese Welt regiere
Von der andern weiß ichs nicht:
Zitternd sehn ihn Potentaten
Und es bricht das Herz der Staaten.

Gedichte über Liebe & Leben – Sonnenlied von Achim von Arnim

Sonne, Sonne, scheine,

Fahr über Rheine,

Fahr übers Glockenhaus,

Gucken drey schöne Puppen raus,

Eine die spinnt Seiden,

Die andre wickelt Weiden,

Die andre geht ans Brünnchen,

Findt ein goldig Kindchen;

Wer solls heben?

Die Töchter aus dem Löwen.

Wer soll die Windeln wäschen?

Die alte Schneppertäschen.

Gedichte über Liebe & Leben – Abschied für immer von Achim von Arnim

Ist’s ein Wunder, daß dich alle lieben,

Die nach meinem Scheiden sich dir nahen,

Meine Seufzer sind bei dir geblieben

Und als Luftgeist sehnlich dich umfahren,

Wer zu athmen wagt an deinem Munde

Zieht sie unbewußt zu seinem Herzen,

Diese Seufzer mancher trüben Stunden,

Diese Geister, mir entflohn in Schmerzen.

Zu lebendig war des Herzens Hoffen,

Es vergeht nicht mit den Schmerzenstagen,

Ja es liegt die Welt jetzt vor mir offen,

Meine Liebe fühl‘ ich drinnen schlagen;

Leb‘ ich nun in Andern, die dich lieben,

Mag ich wohl der armen Mutter gleichen,

Die ihr Kind von ihrer Brust vertrieben,

Ihre Brust dem fremden Kind zu reichen.

Hoffnungsgeister, die mit schönen Bildern

Mich getäuschet wie die Jugendzeiten,

Meiner Nächte Einsamkeit zu mildern,

Ich entlaß euch in die blauen Weiten,

Einen Händedruck gebt noch zum Scheiden,

Sei’s die Jugend, die ich heut entlassen,

Was auch komme, nichts will ich vermeiden,

Was vorbei, das läßt sich nicht mehr fassen.

Gedicht – Dreikönigslied von Achim von Arnim

Gott so wollen wir loben und ehrn,

Die heiligen drei König mit ihrem Stern,

Sie reiten daher in aller Eil

In dreisig Tagen vierhundert Meil,

Sie kamen in Herodis Haus,

Herodes sahe zum Fenster raus:

Ihr meine liebe Herrn, wo wollt ihr hin?

Nach Bethlehem steht unser Sinn.

Da ist geboren ohn‘ alles Leid

Ein Kindlein von einer reinen Maid.

Herodes sprach aus großem Trotz:

Ey warum ist der hinder so schwarz?

O lieber Herr, er ist uns wohl bekannt,

Er ist ein König im Mohrenland,

Und wöllend ihr uns recht erkennen,

Wir dörffend uns gar wohl nennen.

Wir seynd die König vom finstern Stern,

Und brächten dem Kindlein ein Opfer gern,

Myrrhen, Weihrauch und rothes Gold,

Wir seynd dem Kindlein ins Herz nein hold.

Herodes sprach aus Uebermuth,

Bleibend bei mir, und nehmt für gut,

Ich will euch geben Heu und Streu,

Ich will euch halten Zehrung frey.

Die heiligen drei König thäten sich besinnen,

Fürwahr, wir wollen jezt von hinnen.

Herodes sprach aus trutzigem Sinn,

Wollt ihr nicht bleiben, so fahret hin.

Sie zogen über den Berg hinaus,

Sie funden den Stern ob dem Haus,

Sie traten in das Haus hinein,

Sie funden Jesum in dem Krippelein.

Sie gaben ihm ein reichen Sold,

Myrrhen, Weyhrauch und rothes Gold.

Joseph bei dem Kripplein saß,

Bis daß er schier erfroren was.

Joseph nahm ein Pfännelein,

Und macht dem Kind ein Müßelein.

Joseph, der zog seine Höselein aus,

Und macht dem Kindlein zwey Windelein d’raus.

Joseph, lieber Joseph mein,

Hilf mir wiegen mein Kindelein.

Es waren da zwey unvernünftige Thier,

Sie fielen nieder auf ihre Knie.

Das Oechselein und das Eselein,

Die kannten Gott den Herren rein.

Amen.

Gedichte über Liebe & Leben – Ostern von Achim von Arnim

Vom Erdenstaub zu reinen, blauen Lüften

Dringt weit der Blick in ersten Frühlingstagen,

Und höher steigt der mächt’ge Sonnenwagen,

Die Erde sehnt nach Blättern sich und Düften,

Und heilige Geschichten uns dann sagen

Was sich geahnet in des Herzens Klüften.

Er ist erstanden aus den Todesgrüften,

Und wie vergebens war der Menschen Zagen,

Ja so ersteht die Welt der Himmelsgaben

Mit jedem Jahre neu, die Knospen brechen,

Und nichts ist unsrer Liebe zu erhaben,

Sie giebt uns alles in den Wonnebächen,

Die nach dem Eisgang Flur und Aug‘ durchgraben,

Das Unsichtbarste will zum Lichte sprechen.

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