Galeeren-Poesie

Galeeren-Poesie

Galeeren-Poesie

Im silberblauen Mondlicht schwimmt die Bai,
Und Algier schläft, die bleiche Pyramide.
Lind über ihrem wilden Tagsgeschrei,
Liegt die lasurne Nacht und träufelt Friede.

Nur tief noch ziehen, rudernd Nacht wie Tag,
Die feuchten Gassen am Palast der Meere
Mit immer gleichem, müdem Ruderschlag
Die lebenslangen Sklaven der Galeere.

Sie singen eintönig ab eine Geschicht’,
Zum Lied geworden wie verlor’ne Klage:
Frei wurde mal Einer – Sie glauben’s nicht,
Doch singen sie es alle Näcbt’ und Tage.

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