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Gedichte über Liebe & Leben – Einst zerschlug mich die Einsamkeit von Max Dauthendey

Gedichte über Liebe & Leben – Einst zerschlug mich die Einsamkeit von Max Dauthendey

Gedichte über Liebe & Leben – Einst zerschlug mich die Einsamkeit von Max Dauthendey

 

Einst zerschlug mich die Einsamkeit wie dumm Holz Scheit um Scheit,
Unter deiner Hand wurden die Wunden ein Traum,
Im gesunden Baum singen mit jungem Flaum deine Vögel.

Dein Herz hat das Wort »Weh« sterben gemacht,
Du hast warme Ähren auf die Felder gestellt,
Du wirst süße Trauben bescheren
Und endlich den Schnee, der den Winter erhellt.
Das Jahr wächst freundlich aus deinem Schoß,
Ich sehe staunend zu, wie reich du bist,
Und wie dein Reichtum nie ruht.

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Liebesgedichte – Die Liebe von Max Dauthendey

Liebesgedichte – Die Liebe von Max Dauthendey

Liebesgedichte – Die Liebe von Max Dauthendey

 

Ach, gibt es ein goettlicher Weh als die Liebe,
Gibt es ein koestlicher Glueck als ihr Leid,
Streift sie auch nur mit dem Finger dein Kleid
Mitten im sinnlosen Strassengetriebe!

Liebe fuehlt fein, wie ein Nackter im Grase,
Liebe im Aug’ sieht den Winter noch gruen,
Macht auch den Waffenlosen todkuehn
Und trutzig dein Herz zum Prellstein der Strasse.

Mehr als die Weisen kann Liebe begreifen,
Liebe gibt tausend Gluehlampen dem Geist,
Liebe hat alle Sternbahnen bereist,
Liebe ist rund um das Weltall ein Reifen.

Mit dem Liebe gerungen, der nur ist Ringer;
Wer um Liebe gelitten, der nur hat Ruhm;
Wer die Liebe verschwiegen, der nur war stumm;
Wer aus Liebe gesungen, der nur war Singer.

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Gedichte über Liebe & Leben – Keine Dunkelheit trägt dich aus meinem Aug von Max Dauthendey

Gedichte über Liebe & Leben – Keine Dunkelheit trägt dich aus meinem Aug von Max Dauthendey

Gedichte über Liebe & Leben – Keine Dunkelheit trägt dich aus meinem Aug von Max Dauthendey

 

Der Abend trägt die Dinge fort,
Damit die Herzen näher zueinander rücken.
Noch die Nacht hat einen glühenden Faden, der uns leuchtet,
Keine Dunkelheit trägt dich aus meinem Aug’.

Wenn die Sonne unter den Bäumen hingeht,
Und die Nacht aus dem Gras aufsteht,
Folge ich deines Herzens brennender Spur.
O, nimm von meinen Lippen den lautlosen Schwur.

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Gedichte über Liebe & Leben – Dezembernacht von Max Dauthendey

Gedichte über Liebe & Leben – Dezembernacht von Max Dauthendey

Gedichte über Liebe & Leben – Dezembernacht von Max Dauthendey

 

Die Dezembernacht geht warm ins Land,
Wetterleuchten flackt in stummer Ferne.
Und die dunkelglatte Himmelswand,
Überblinkt von Stichen starker Sterne.

Dort das gelbe Lämplein leuchtet kaum
Klein am Boden einer armen Klause.
Offen steht die Tür in Nacht und Raum.
Einer betet halblaut in dem Hause.

Manchesmal ein Menschenschatten liegt
Vor mir lang im grauen Sand der Straße.
Manchmal fällt mich an ein Duft und fliegt
Aus der Bäume hoher Kronenmasse.

Und ich ahne, dort im Dunkel lebt
Vieles, das verborgen sich geboren,
Davon Freude süß vorüberschwebt.
Und die Nacht lacht leis zu meinen Ohren.

(Garoet, 7. Dezember 1915)

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Gedichte über Liebe & Leben – Wem ein Seufzer fiel in den Schoß von Max Dauthendey

Gedichte über Liebe & Leben – Wem ein Seufzer fiel in den Schoß von Max Dauthendey

Gedichte über Liebe & Leben – Wem ein Seufzer fiel in den Schoß von Max Dauthendey

 

Der Tag legt endlich die Krone ab,
Groß und mächtig wächst jeder Baum;
Sehnsucht tritt an der Wipfel Saum,
Und Seufzer fallen von Wolken herab.
Die Blätter hängen wie Stein bei Stein,
Nachtwinde schläfern die Erde ein.
Wem ein Seufzer fiel in den Schoß,
Den lassen die Tränen nicht mehr allein,
Den läßt die Dunkelheit nicht mehr los,
Dem wandern die Füße rastlos fort,
Sein Mund spricht manches begrabene Wort,
Die Nacht hängt als Schleppe an seinem Kleid,
Bis ihn ein Herz von dem Seufzer befreit.

aus: Die ewige Hochzeit. Liebeslieder.

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Gedichte über Liebe & Leben – Mit den Armen nackt wie ihr Gewissen von Max Dauthendey

Gedichte über Liebe & Leben – Mit den Armen nackt wie ihr Gewissen von Max Dauthendey

Gedichte über Liebe & Leben – Mit den Armen nackt wie ihr Gewissen von Max Dauthendey

 

Mit den Armen nackt, wie ihr Gewissen,
Liegt die Liebste in den Kissen, in den weißen.
Frühling hat die Fenster aufgerissen,
Sonne rollt den Leib den frühlingsheißen.
Mit der Lust von schönen wilden Tieren
Kommt die Sonne breit auf allen Vieren,
Sonne hat für meine Liebste Zeit;
Wie die Katzen liegen sie beisammen,
Wie die Katzen, deren Haare Funken flammen.

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Gedichte über Liebe & Leben – Ich grübe mir gern in die Stille ein Grab von Max Dauthendey

Gedichte über Liebe & Leben – Ich grübe mir gern in die Stille ein Grab von Max Dauthendey

Gedichte über Liebe & Leben – Ich grübe mir gern in die Stille ein Grab von Max Dauthendey

 

Ich fühle mich tot, als wär ich erfroren,
Als hätt sich die Welt zu sterben verschworen.
Ich grübe mir gern in die Stille ein Grab
Und warte begraben deine Wiederkehr ab.

Vom langen Warten versteinern die Wangen,
Doch lebt auch im Stein noch ein sehnend Verlangen.
Ich weiß nur, daß ich nicht fühlen will;
Vielleicht steht dann endlich das Warten still.

Der Wind, der heult vor den nächtlichen Toren,
Als würde da draußen nur Unglück geboren.
Er klagt wie ein Hund in die Leere hinein,
Und stets drängen Hunger und Sehnsucht herein.

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Liebesgedichte – Des hab’ ich mich noch nie bedankt von Max Dauthendey

Liebesgedichte – Des hab’ ich mich noch nie bedankt von Max Dauthendey

Liebesgedichte – Des hab’ ich mich noch nie bedankt von Max Dauthendey

 

Des hab ich mich noch nie bedankt,
Daß deine Hände nach mir langen
Und deine Lippen mich empfangen,
Daß in den Hügeln deiner Brüste
Ich mir fürs Leben Sehnsucht küßte,
Und gern mein Herz nach deinem krankt.
Des sei die Stund, die dich vollbracht,
Die dich zur Liebeslust erdacht,
Von jeder neuen Stund bedankt.

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Liebesgedichte – Im Grund deiner Augen von Max Dauthendey

Liebesgedichte – Im Grund deiner Augen von Max Dauthendey

Liebesgedichte – Im Grund deiner Augen von Max Dauthendey

 

Im Grund deiner Augen steht meine Welt auf dem Kopf,
Dort lächle ich meinen Feinden zu und küsse dem Tod die Finger.

Klopfe an mit dem warmen Hammer in deiner Brust,
Es ist ein Schatz in meinem Meer. Täglich ging ich hinter dir her,

Sammelte deine Worte und deine Gebärde, zog Gold darum
Und versteckte sie unter roter Erde in einem roten Meer

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Liebesgedichte – Ich küsse die Luft von Max Dauthendey

Liebesgedichte – Ich küsse die Luft von Max Dauthendey

Gedichte über Liebe & Leben – Ich küsse die Luft von Max Dauthendey

 

Ich küsse die Luft,
Ich umarme die Wärme der Nächte.
Mir ist, es müsse von meinem Harme, meinem Sehnen
Aus der Leere dein Auge aufsprießen,
Zu mir fließen dein blauender Blick.
Sonne brütet,
Sommergras glüht,
Vom roten Mohn sprüht brünstiger Schein.
Ich strecke die Arme,
Erbarme dich, Licht,
Mich küssen hungrige Nächte.

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