Möchten Sie Liebesgedichte suchen?

Sie stöbern inGedichte von Johann Wilhelm Ludwig Gleim

ImStandard

Liebesgedichte – An den Mond von von Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Liebesgedichte – An den Mond von von Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Liebesgedichte – An den Mond von von Johann Wilhelm Ludwig Gleim

 

Dein stilles Silberlicht
Erquicke mir mein Gesicht
O Mond, Gedanken-Freund, ich sehe dich von weiten
Und winke dich zu mir,
Und bin nicht weit von dir,
Und denk’ an schön’re Zeiten!

Wer einst, du lieber Mond,
In diesem Hüttchen wohnt,
Und sieht dein Silberlicht, dem magst du keine Falten
Auf seiner Stirne sehn,
Magst still vorüber gehen
Und ihn für glücklich halten!

Daß ich’s nicht bin, sag’ ich
Nur dir, und tröste mich, –
O Mond, Gedanken-Freund, – daß stille Nächte kommen!
Dir nur vertrau ich’s, dir:
Schon manche Nacht hat mir
Des Tages Gram genommen!

ImStandard

Liebesgedichte – Anlaß zum Schlafe von Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Liebesgedichte – Anlaß zum Schlafe von Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Liebesgedichte – Anlaß zum Schlafe von Johann Wilhelm Ludwig Gleim

 

Von Zefirs sanftem Säuseln
Bin ich oft eingeschlafen;
Vom Saft gepreßter Trauben
Bin ich oft eingeschlafen;
Im Schatten iunger Bäume,
Vom Schwarm der muntern Bienen,
Beim Sprudeln kleiner Quellen
Bin ich oft eingeschlafen;
Doch, soll ich ietzo schlafen:
So müssen Küsse rauschen.

ImStandard

Liebesgedichte – Pflicht zu verliebten Gesprächen von Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Liebesgedichte – Pflicht zu verliebten Gesprächen von Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Liebesgedichte – Pflicht zu verliebten Gesprächen von Johann Wilhelm Ludwig Gleim

 

In den lauten Nachtigallen
Lockt und schlägt und jauchzt die Liebe;
In der Lerche unterm Himmel
Lobt und tiriliert die Liebe;
In dem Enter auf dem Wasser
Schwimmt und schnattert nichts als Liebe;
In den Schwalben unterm Dache
Zwitschert, baut und spricht die Liebe;
In den Spatzen vor dem Fenster
Lauscht und ruft und hüpft die Liebe;
In dem Täuber, in der Taube
Girrt und lockt und lacht die Liebe;
In den Tönen meiner Laute
Klingt und lobt und scherzt die Liebe;
In dem Kind auf meinem Schoße
Hüpft und scherzt und singt die Liebe:
Alles Wild in freiem Felde,
Alle Vögel unterm Himmel,
Haben Stimmen zu der Liebe;
Alles scherzt und spricht vom Lieben;
Soll ich denn davon nicht sprechen?