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Es zog eine Hochzeit den Berg entlang von Detlev von Liliencron

Es zog eine Hochzeit den Berg entlang von Detlev von Liliencron

 Es zog eine Hochzeit den Berg entlang 

Sie sang das Lied, die Worte sind verklungen,

Die Finger liegen lässig auf den Tasten,

Es wächst der Mond aus leichten Dämmerungen

Und grüßt ins Fenster, die Gedanken rasten.

Hört sie Musik? Vor hundert frischen Jungen

Flog grün ein Attila mit Silberquasten,

Durchs Herz geschossen ruht er, schlachtverschlungen,

Im grünen Attila mit Silberquasten.

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Einen Sommer lang von Detlev von Liliencron

Einen Sommer lang von Detlev von Liliencron

Einen Sommer lang, Zwischen Roggenfeld und Hecken
Führt ein schmaler Gang;
Süßes, seliges Verstecken,
Einen Sommer lang.

Wenn wir uns von ferne sehen,
Zögert sie den Schritt,
Rupft ein Hälmchen sich im Gehen,
Nimmt ein Blättchen mit.

Hat mit Ähren sich das Mieder
Unschuldig geschmückt,
Sich den Hut verlegen nieder
In die Stirn gerückt.

Finster kommt sie langsam näher,
Färbt sich rot wie Mohn;
Doch ich bin ein feiner Späher,
Kenn die Schelmin schon.

Noch ein Blick in Weg und Weite,
Ruhig liegt die Welt,
Und es hat an ihre Seite
Mich der Sturm gesellt.

Zwischen Roggenfeld und Hecken
Führt ein schmaler Gang;
Süßes, seliges Verstecken,
Einen Sommer lang.

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Mein Schleswig-Holstein Detlev von Liliencron

Mein Schleswig-Holstein Detlev von Liliencron

Mein Schleswig-Holstein, tief im Schnee versiegelt,
Wie lieb ich dann dich erst, mein Wiegenland:
Du hast die Türen alle fest verriegelt,
Und deine Knicks sind Wetterschirm und Wand
Bis sich in deinen Fenstern wieder spiegelt
Des Sommers roter Abendsonnenbrand.
Mein Schleswig-Holstein, tief im Schnee vermummt
Nie bist du laut, nun bist du ganz verstummt.