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Gedichte über Liebe & Leben – Zu denen stets tritt offen von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Zu denen stets tritt offen von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Zu denen stets tritt offen von Cäsar Flaischlen

 

Zu denen stets tritt offen,
die Manns noch wollen sein,
was sie vom Leben hoffen,
nicht anderswo zu leihn!

Die fest und ohne Wanken
auf Eines stolz bedacht:
sich selbst nur es zu danken,
wenn sie’s zu was gebracht!

Fuer die die schwersten Buerden
nichts weiter, trotzgewillt,
als ein Zum-Kampf-sich-Guerten
mit Panzer und mit Schild!

Das Glueck um Gunst zu bitten,
ist feig und Torenwitz,
erkaempft nur und erstritten
bleibt’s dauernder Besitz!

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Liebesgedichte – Ich muß an das Meer denken, wenn ich deine Augen sehe … an das Meer … Sonntag morgens! von Cäsar Flaischlen

Liebesgedichte – Ich muß an das Meer denken, wenn ich deine Augen sehe … an das Meer … Sonntag morgens! von Cäsar Flaischlen

Liebesgedichte – Ich muß an das Meer denken, wenn ich deine Augen sehe … an das Meer … Sonntag morgens! von Cäsar Flaischlen

 

Ich muß an das Meer denken, wenn ich deine Augen sehe … an das Meer … Sonntag morgens!

Durchsichtig bis zum Sandgrund wiegt es sich zum Strand, mit glasklarhellen Wellen, und wie leises Glockenklingen singt es über seine blaue sonnenfrohe Stille und weiße Schiffe ziehn am Horizont, gleich lichten Träumen in die Ferne suchend …
wunschloser Frieden überall …
und dennoch lauert was in seinen Wellen und auf dem Grund, in den es blicken läßt,
und in den blauen Tiefen seiner Ferne …
lockend und drängend …
etwas, das eine stumme Sehnsucht dir ins Herz wirft … du weißt nicht, wie … daß du aufjubeln möchtest und dich hineintrinken in seine kühle Frische und die Brust dir baden, stark und frei … und plötzlich dann aufweinen wieder in unbegreiflich unsagbarem Weh und niederknieen und den Strand küssen, den es umspielt … wie ein Kind …

Ich muß an das Meer denken, wenn ich deine Augen sehe … an das Meer … Sonntag morgens!

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Gedichte über Liebe & Leben – Man schreit und lärmt und ereifert sich von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Man schreit und lärmt und ereifert sich von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Man schreit und lärmt und ereifert sich von Cäsar Flaischlen

 

Man schreit und lärmt und ereifert sich,
man findet es dumm und lächerlich
und gegen allen Anstand und Brauch,
man ruft die Polizei zu Hilfe,
und diese kommt und verbietet es auch
und sperrt die Straßen und rasselt mit Ketten
und tut, soviel sie irgend kann,
die bedrohte Bürgerruhe zu retten.

Und ein paar Jahre später, gib acht,
ist alles, worob man den Lärm gemacht,
wofür man ereifert sich und erregt,
wogegen man Himmel und Hölle bewegt …
kein Mensch weiß, wie es eigentlich kam:
so selbstverständlich, so alltäglich,
so eingefügt in den ganzen Lauf
und mit Sitte und Anstand so wohl verträglich,
als wär man’s gewöhnt so von Jugend auf.
aus: Aus den Lehr- und Wanderjahren des Lebens.

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Gedichte über Liebe & Leben – Kopf hoch! von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Kopf hoch! von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Kopf hoch! von Cäsar Flaischlen

 

Weil dir ein goldener Traum zerronnen,
was hast du drum für herbe Qual?!
es ist doch nicht das erste Mal,
daß dich enttäuscht, was du begonnen!

Den Kopf hoch! auf! wozu verzagen
kleingläubig gleich und hoffnungslos?!
dein Mut schien doch so riesengroß,
das Letzte selber kühn zu wagen!

Auf drum und weiter! ohne Bangen!
und wenn’s dir noch soviel entlaubt!
Wer will und an sein Können glaubt,
wird immer an sein Ziel gelangen!

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Gedichte über Liebe & Leben – Still! von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Still! von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Still! von Cäsar Flaischlen

 

Tiefstiller dunkler Schlaf
sinkt über meinen Tag,
daß ich nichts hoffen mehr,
nichts fürchten mag!

Das ganze Leben …
ich entsinne mich kaum,
war es froh, war es traurig?!
Alles wird Traum …

Es ist eine Wiege,
von heimlicher Hand
leise geschaukelt
an Grabesrand!
Still! … Still!

aus: übertragungen nach Paul Verlaine

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Liebesgedichte – Der Scheinwerfer von Cäsar Flaischlen

Liebesgedichte – Der Scheinwerfer von Cäsar Flaischlen

Liebesgedichte – Der Scheinwerfer von Cäsar Flaischlen

 

Sei auf der Hut, bei Nacht … wenn du im Dunkeln
tappst, am Brückensteg, und arglos deinen Arm legst
um die Liebste und sie mit heißem Kusse an dich
ziehst …
sei auf der Hut: die dunkeln Nächte am dunkeln
Strandsteg haben tausend Augen und gönnen euer
Glück nicht ihr noch dir!
Und wähnt ihr noch so sicher euch … ganz in der
Ferne, draußen auf den Wassern lauert was … von
Menschen her … mit kaltem weißem Licht … taghell
aufleuchtend plötzlich
und trifft es euch mit seinem jähen Schein, wenn
ihr in kinderseliger Wonne aneinanderhängt,
dann ists vorbei:
mit tausend Fingern zeigt es aus dem Dunkel
und kichert hämisch eure Liebe tot.

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Gedichte über Liebe & Leben – Februar von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Februar von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Februar von Cäsar Flaischlen

 

Schon leuchtet die Sonne wieder am Himmel
und schmilzt die Schneelast von den Dächern
und taut das Eis auf an den Fenstern
und lacht ins Zimmer: wie geht’s? wie steht’s?

Und wenn es auch noch lang nicht Frühling,
so laut es überall tropft und rinnt …
du sinnst hinaus über deine Dächer …
du sagst, es sei ein schreckliches Wetter,
man werde ganz krank! und bist im stillen
glückselig drüber wie ein Kind.