Liebesgedichte – Dritte Ode von Johann Wolfgang von Goethe

Liebesgedichte - Dritte Ode von Johann Wolfgang von Goethe

Sei gefühllos! Ein leichtbewegtes Herz Ist ein elend Gut Auf der wankenden Erde. Behrisch, des Frühlings Lächeln Erheitre deine Stirne nie; Nie trübt sie dann mit Verdruß Des Winters stürmischer Ernst. Lehne dich nie an des Mädchens Sorgenverwiegende Brust, Nie auf des Freundes Elendtragenden Arm. Schon versammelt Von seiner Klippenwarte Der Neid auf dich Den […]

Liebesgedichte – Fragmente aus verlorenen Tagen von Rainer Maria Rilke

Liebesgedichte - Fragmente aus verlorenen Tagen von Rainer Maria Rilke

….Wie Vögel, welche sich gewöhnt ans Gehn und immer schwerer werden, wie im Fallen: die Erde saugt aus ihren langen Krallen die mutige Erinnerung von allen den großen Dingen, welche hoch geschehn, und macht sie fast zu Blättern, die sich dicht am Boden halten, – wie Gewächse, die, kaum aufwärts wachsend, in die Erde kriechen, […]

Liebesgedichte – Berlin von Christian Morgenstern

Liebesgedichte - Berlin von Christian Morgenstern

Ich liebe dich bei Nebel und bei Nacht, wenn deine Linien ineinander schwimmen, – zumal bei Nacht, wenn deine Fenster glimmen und Menschheit dein Gestein lebendig macht. Was wüst am Tag, wird rätselvoll im Dunkel; wie Seelenburgen stehn sie mystisch da, die Häuserreihn, mit ihrem Lichtgefunkel; und Einheit ahnt, wer sonst nur Vielheit sah. Der […]