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Liebesgedichte – Zweite Liebe von Anastasius Grün

Liebesgedichte – Zweite Liebe von Anastasius Grün

Liebesgedichte – Zweite Liebe von Anastasius Grün

 

Warum auch zweite Liebe
Noch stets mit bangem Muth,
Mit Angst uns füllt und Zweifeln,
Wie’s kaum die erste thut?

Seht, ein ergrauter Bergmann
Fährt in der Grube Nacht,
Und alle Weg’ und Tritte
Kennt er im dunkeln Schacht.

Er, dem wie seine Hütte
Bekannt der Stollen ward,
Bekreuzt sich doch und betet,
Bevor er wagt die Fahrt

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Gedichte über Liebe & Leben – Herbst von Anastasius Grün

Gedichte über Liebe & Leben – Herbst von Anastasius Grün

Gedichte über Liebe & Leben – Herbst von Anastasius Grün

 

Du gehörst zu meinem Leide
Du gehörst zu meinem Glück.
Dranmor.

1.

In meinen späten Tagen
Was treibst du, altes Herz?
Was will dein tolles Schlagen,
Dein wonnevoller Schmerz?

Der Maienthau, die Thränen,
Die du ins Aug’ mir drängst?
Was will dieß Frühlingssehnen,
Da Herbst es worden längst?

Verstummt sind alle Lieder,
Die Wälder stehn entlaubt,
Schneeflocken rieseln nieder
Aufs Feld und auf mein Haupt.

Gewölke schwer und bleiern
Im kalten Luftrevier,
Das Thal in Nebelschleiern, –
Mein Herz, wie steht’s in dir?

Die Sommerfäden wiegen
Zerrissen sich im Raum;
Mir ist als säh’ ich fliegen
Von einst den eignen Traum.

Die Schwalben mußten wandern
Und all mein Hoffen auch,
Verblaßt ist mit dem andern
Mein Grün im Windeshauch.

aus: In der Veranda

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Gedichte über Liebe & Leben – Kirschen essen von Adolf Glaßbrenner

Gedichte über Liebe & Leben – Kirschen essen von Adolf Glaßbrenner

Gedichte über Liebe & Leben – Kirschen essen von Adolf Glaßbrenner

 

Warum ist’s denn mit großen Herrn
Nicht räthlich, Kirschen essen?
Weil sie vielleicht vergessen,
Daß uns von Gott, dem größten Herrn,
Die Früchte gleich gemessen?

Trüg’ einer Orden, Band und Stern,
Wollt’ mit mir Kirschen essen,
Stracks wär’ ich so vermessen!
»Wie Du eß’ ich die Kirschen gern,
Laß uns zusammen essen.«

Und ließe er mir nur den Kern,
Wollt’s Fleisch alleine essen,
Schlüg’ ich ihm in die Fressen!
Drum sagt, warum’s mit großen Herrn
Nicht räthlich, Kirschen essen?

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Gedichte über Liebe & Leben – Zu denen stets tritt offen von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Zu denen stets tritt offen von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Zu denen stets tritt offen von Cäsar Flaischlen

 

Zu denen stets tritt offen,
die Manns noch wollen sein,
was sie vom Leben hoffen,
nicht anderswo zu leihn!

Die fest und ohne Wanken
auf Eines stolz bedacht:
sich selbst nur es zu danken,
wenn sie’s zu was gebracht!

Fuer die die schwersten Buerden
nichts weiter, trotzgewillt,
als ein Zum-Kampf-sich-Guerten
mit Panzer und mit Schild!

Das Glueck um Gunst zu bitten,
ist feig und Torenwitz,
erkaempft nur und erstritten
bleibt’s dauernder Besitz!

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Liebesgedichte – Ich muß an das Meer denken, wenn ich deine Augen sehe … an das Meer … Sonntag morgens! von Cäsar Flaischlen

Liebesgedichte – Ich muß an das Meer denken, wenn ich deine Augen sehe … an das Meer … Sonntag morgens! von Cäsar Flaischlen

Liebesgedichte – Ich muß an das Meer denken, wenn ich deine Augen sehe … an das Meer … Sonntag morgens! von Cäsar Flaischlen

 

Ich muß an das Meer denken, wenn ich deine Augen sehe … an das Meer … Sonntag morgens!

Durchsichtig bis zum Sandgrund wiegt es sich zum Strand, mit glasklarhellen Wellen, und wie leises Glockenklingen singt es über seine blaue sonnenfrohe Stille und weiße Schiffe ziehn am Horizont, gleich lichten Träumen in die Ferne suchend …
wunschloser Frieden überall …
und dennoch lauert was in seinen Wellen und auf dem Grund, in den es blicken läßt,
und in den blauen Tiefen seiner Ferne …
lockend und drängend …
etwas, das eine stumme Sehnsucht dir ins Herz wirft … du weißt nicht, wie … daß du aufjubeln möchtest und dich hineintrinken in seine kühle Frische und die Brust dir baden, stark und frei … und plötzlich dann aufweinen wieder in unbegreiflich unsagbarem Weh und niederknieen und den Strand küssen, den es umspielt … wie ein Kind …

Ich muß an das Meer denken, wenn ich deine Augen sehe … an das Meer … Sonntag morgens!

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Gedichte über Liebe & Leben – Man schreit und lärmt und ereifert sich von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Man schreit und lärmt und ereifert sich von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Man schreit und lärmt und ereifert sich von Cäsar Flaischlen

 

Man schreit und lärmt und ereifert sich,
man findet es dumm und lächerlich
und gegen allen Anstand und Brauch,
man ruft die Polizei zu Hilfe,
und diese kommt und verbietet es auch
und sperrt die Straßen und rasselt mit Ketten
und tut, soviel sie irgend kann,
die bedrohte Bürgerruhe zu retten.

Und ein paar Jahre später, gib acht,
ist alles, worob man den Lärm gemacht,
wofür man ereifert sich und erregt,
wogegen man Himmel und Hölle bewegt …
kein Mensch weiß, wie es eigentlich kam:
so selbstverständlich, so alltäglich,
so eingefügt in den ganzen Lauf
und mit Sitte und Anstand so wohl verträglich,
als wär man’s gewöhnt so von Jugend auf.
aus: Aus den Lehr- und Wanderjahren des Lebens.

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Gedichte über Liebe & Leben – Kopf hoch! von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Kopf hoch! von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Kopf hoch! von Cäsar Flaischlen

 

Weil dir ein goldener Traum zerronnen,
was hast du drum für herbe Qual?!
es ist doch nicht das erste Mal,
daß dich enttäuscht, was du begonnen!

Den Kopf hoch! auf! wozu verzagen
kleingläubig gleich und hoffnungslos?!
dein Mut schien doch so riesengroß,
das Letzte selber kühn zu wagen!

Auf drum und weiter! ohne Bangen!
und wenn’s dir noch soviel entlaubt!
Wer will und an sein Können glaubt,
wird immer an sein Ziel gelangen!

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Gedichte über Liebe & Leben – Still! von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Still! von Cäsar Flaischlen

Gedichte über Liebe & Leben – Still! von Cäsar Flaischlen

 

Tiefstiller dunkler Schlaf
sinkt über meinen Tag,
daß ich nichts hoffen mehr,
nichts fürchten mag!

Das ganze Leben …
ich entsinne mich kaum,
war es froh, war es traurig?!
Alles wird Traum …

Es ist eine Wiege,
von heimlicher Hand
leise geschaukelt
an Grabesrand!
Still! … Still!

aus: übertragungen nach Paul Verlaine

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Liebesgedichte – Serenade von Cäsar Flaischlen

Liebesgedichte – Serenade von Cäsar Flaischlen

Liebesgedichte – Serenade von Cäsar Flaischlen

 

Als ob ein Toter im Grabe müd und wund
nach Leben riefe,
sucht mein Lied sich zu dir mit klagendem Mund
aus dunkler Tiefe.

Laß lauschen dein Ohr, deine Seele dem Klang
meiner Zither:
für dich, für dich nur gilt mein Gesang …
so süß, so bitter.

Ich singe von goldlichter Augen Pracht
voll süßem Frohlocken,
von selig vergessendem Traum in der Nacht
schwarz wallender Locken.

Als ob ein Toter im Grabe müd und wund
nach Leben riefe,
sucht mein Lied sich zu dir mit klagendem Mund
aus dunkler Tiefe.

Und ich sing von der wonnigen Wundergestalt
deiner Glieder,
in schlaflosen Nächten voll Sehnsucht umwallt
ihr Duft mich wieder.

Und ich denke der Glut deiner Küsse dazu,
mich entseelend,
und der Lust, mit der du mich quältest, o du …
mein Engel! mein Elend!

Laß lauschen dein Ohr, deine Seele dem Klang
meiner Zither:
für dich, für dich nur war, was ich sang …
so süß, so bitter!